Aber was macht man mit den gefangenen Würmern. Schließlich sind es ja auch Lebewesen und die sind ja nicht gekommen um mich zu ärgern. Einfach ins Klo spülen scheint mir keine angemessene Behandlung zu sein. Ich werde ich sie ins kleine Aquarium setzen. In dem habe ich die restlichen lebenden Steine gelegt weil sie nicht mehr ins Becken passten. Das Becken ist nur 30x20 cm groß und hat keinen Filter und auch kein Licht. Es steht am Fenster und außer kleine Steine, 368 Glasrosen und Caulerpa taxifolia ist nichts darin.
Heute der 2. Versuch die restlichen Würmer zu fangen. Auf dem Foto unten kann man gut sehen wie der Eingang der Falle ganz nahe an der Wurmhöle positioniert wurde. Ca. 30 Sekunden nachdem er die Falle vor dem Eingang lag, war der erste Wurm darin verschwunden. Nachdem der Wurm in der Falle war habe ich die Falle herausgenommen weil ich nicht sicher war ob er vielleicht wieder rauskommt wenn er Satt ist.

Das Fangergebniss also nur ein Wurm. Die ganze Fang-Aktion hat aber auch nur fünf Minuten gedauert. Der gefangene Wurm ist 12-15 cm lang und kommt erstmal zu den anderen Würmern ins Versuchsbecken. Leider habe ich noch noch mindestens zwei ähnlich große Exemplare entdeckt, sodass noch ein dritter Fangtag folgen wird.

Hier noch was interessantes über Borstenwürmer.
Den größten Zusammenhang zwischen Ernährung und Geschlecht gibt es bei den Borstenwürmern: Die kleinen Borstenwürmer sind erst einmal alle männlich. Bekommen sie ordentlich zu futtern, werden sie zu Weibchen aufgepäppelt. Leiden die Damen Hunger, werden sie wieder zu Männchen.Den größten Zusammenhang zwischen Gehirn und Geschlecht gibt es ebenfalls bei den Borstenwürmern: Entfernt man einem Borstenwurm-Weibchen das Hirn, wird es für immer zum Männchen.
Entnommen aus: Mario Ludwig, Harald Gebhardt: "Küsse, Kämpfe, Kapriolen. Sex im Tierreich", Verlag BLV
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